Berlin · Steglitz-Zehlendorf

Sanierung in Steglitz-Zehlendorf – Villenkolonie, Waldsiedlung, Wiederaufbau

Im Südwesten der Stadt überwiegen Villen und Einfamilienhäuser, doch der Bezirk ist nicht einheitlich: Lankwitz wurde im Krieg schwer getroffen und wieder aufgebaut, in Steglitz wich die Villenbebauung vielerorts dichteren Häusern, in Zehlendorf liegt eine der bekanntesten Siedlungen der Zwanzigerjahre.

Ortsteile in Steglitz-Zehlendorf

  • Steglitz
  • Lichterfelde
  • Lankwitz
  • Zehlendorf
  • Dahlem
  • Nikolassee
  • Wannsee
  • Schlachtensee

Wie der Südwesten gebaut ist

Lichterfelde West geht auf die Landhaus- und Villenkolonie zurück, die der Unternehmer Carstenn um 1865 anlegen ließ, mit Villen der Gründerzeit, großen Gärten und baumbestandenen Straßen. Dahlem wurde ab 1901 aus der königlichen Domäne parzelliert und als Villengebiet mit Wissenschaftseinrichtungen bebaut. Lichterfelde Ost wurde nach ähnlichem Muster angelegt, erlitt im Zweiten Weltkrieg aber stärkere Schäden; in Lichterfelde entstanden später auch Hochhaussiedlungen der Sechziger- und Siebzigerjahre.

In Zehlendorf mischen sich Villen, Einfamilienhäuser und Siedlungen. Die Waldsiedlung Zehlendorf – „Onkel Toms Hütte“ –, 1926 bis 1932 nach Plänen von Bruno Taut, Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg gebaut, kombiniert Reihenhäuser mit Geschosswohnungen und gehört seit Juli 2026 zum UNESCO-Welterbe der Berliner Moderne.

In Steglitz wurde die großzügige Villenbebauung nach den beiden Weltkriegen vielerorts durch dichtere Bebauung mit kleineren Villen, Reihenhäusern und Wohnanlagen ersetzt. Lankwitz wurde im August 1943 zu großen Teilen zerstört, der Wiederaufbau begann in großem Umfang 1950, sodass heute Einfamilienhäuser und Mietshäuser verschiedener Jahrzehnte nebeneinanderstehen. Im Südwesten liegen Wannsee, Nikolassee und Schlachtensee zwischen Wald und Seen.

Planung

Worauf es bei der Planung ankommt

  • Villa: Technik aus mehreren Jahrzehnten

    Villen in Lichterfelde West und Dahlem wurden oft mehrfach umgebaut, zeitweise geteilt oder wieder zusammengelegt. Heizungsverteilung, Elektrik und Bäder stammen dann aus unterschiedlichen Umbauphasen und werden vor der Planung einzeln aufgenommen.

  • Reihenhaus in der Waldsiedlung

    In Onkel Toms Hütte prägen Farbigkeit, Fenster und Türen das Erscheinungsbild der Welterbe-Siedlung. Innen sind die Häuser schmal und über mehrere Ebenen organisiert. Arbeiten am Äußeren werden mit der Denkmalbehörde abgestimmt, im Inneren bestimmen Treppe und Haustrennwände die Leitungswege.

  • Nachkriegsbestand in Steglitz und Lankwitz

    Häuser der Fünfzigerjahre haben oft schlanke Decken, einfache Leitungsführung und wenig Schallschutz. Beim Austausch von Böden oder beim Versetzen von Wänden spielen Aufbauhöhe und Trittschall deshalb eine größere Rolle als im Vorkriegsbau.

  • Große Häuser, lange Heizwege

    In weitläufigen Häusern mit hohen Räumen sind Heizkörpergrößen und Verteilung entscheidend dafür, ob alle Räume gleichmäßig warm werden. Eine Heizlastberechnung je Raum ist bei solchen Häusern die belastbare Grundlage.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Steglitz-Zehlendorf

Ja, aber mit Rücksicht auf die Welterbe-Vorgaben. Veränderungen an Fenstern, Türen, Farbgebung und Fassade werden mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Bad, Elektrik und Heizflächen im Inneren lassen sich in der Regel erneuern; Einzelheiten sollten vorab geklärt werden.

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