Badsanierung · Einfamilienhaus
Badsanierung im Einfamilienhaus in Berlin – Bäder über mehrere Geschosse planen
Im Einfamilienhaus gibt es selten nur ein Bad: Oft kommen ein Gäste-WC im Erdgeschoss, ein Bad im Obergeschoss und manchmal eine Dusche im Keller oder unter dem Dach zusammen. Weil alle an denselben Leitungen hängen, lohnt es sich, sie gemeinsam zu betrachten – auch wenn nicht alle gleichzeitig erneuert werden.
Mehrere Bäder, eine Reihenfolge
Wohnt die Familie während der Arbeiten im Haus, muss mindestens ein WC und eine Waschgelegenheit nutzbar bleiben. Deshalb wird meist ein Bad nach dem anderen erneuert und die Reihenfolge danach gewählt, welches Bad die Leitungen für die anderen führt. Wird zuerst das untere Bad fertig und danach oben die Leitung erneuert, muss unten unter Umständen noch einmal geöffnet werden. Sinnvoll ist deshalb, die gemeinsamen Leitungswege zu Beginn festzulegen.
Leitungswege durch die Geschosse
Abwasser fließt senkrecht über eine Fallleitung zum Keller, Trink- und Warmwasser kommen von dort nach oben. Liegen die Bäder übereinander, reicht ein gemeinsamer Schacht; liegen sie versetzt, führen Leitungen durch Decken, Wände oder Kniestöcke. Gerade in Häusern der Nachkriegszeit laufen alte Leitungen oft ungeordnet durch mehrere Räume. Wird ein Bad erneuert, ist das ein guter Zeitpunkt zu prüfen, ob die Strecke bis in den Keller ebenfalls erneuert werden sollte.
Bad im Dachgeschoss
Unter dem Dach bestimmen Dachschrägen und Kniestock, wo man aufrecht duschen oder am Waschtisch stehen kann. Leitungen und Lüftung durchdringen oft die gedämmte Dachfläche; diese Stellen müssen luftdicht angeschlossen werden, damit keine feuchte Raumluft in die Dämmung gelangt. Die Abwasserleitung braucht einen Weg nach unten, der auch durch darunterliegende Räume führen kann. Bei Holzbalkendecken ist zudem das Gewicht des neuen Bodenaufbaus zu bedenken.
Dusche oder WC im Keller
Im Keller liegt ein Ablauf häufig unterhalb der Rückstauebene, also tiefer als die Straße, an der der Kanal verläuft. Dann kann Abwasser bei Starkregen aus dem Kanal zurückdrücken. Je nach Situation wird mit einer Rückstausicherung oder einer Hebeanlage geplant, die das Abwasser über die Rückstauebene pumpt. Hinzu kommen die Themen Feuchte in den Kellerwänden und ausreichende Lüftung.
Warmwasser als Abstimmungspunkt
Mehr Bäder, eine größere Wanne oder eine Regendusche verändern, wie viel warmes Wasser gleichzeitig gebraucht wird. Außerdem wird das Warmwasser bei langen Wegen erst spät warm, wenn keine Zirkulationsleitung vorhanden ist. Diese Fragen werden bei der Badplanung mit dem vorhandenen Warmwasserbereiter abgeglichen. Ein Tausch des Wärmeerzeugers gehört nicht zu diesem Leistungsumfang; ergibt sich Bedarf, wird er als eigener Punkt benannt.
Wer Sanitärarbeiten ausführen darf
Die Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler darf nach § 12 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) nur ein Unternehmen errichten oder wesentlich verändern, das im Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen ist; Installateur und Heizungsbauer ist zudem ein zulassungspflichtiges Handwerk. Lassen Sie sich vor der Beauftragung nennen, welcher eingetragene Betrieb die Arbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen übernimmt.
Häufige Fragen
Häufige Fragen: Badsanierung im Einfamilienhaus
Nicht unbedingt. Wichtig ist, die gemeinsamen Leitungswege und den Anschluss an Fallleitung und Warmwasser vorab festzulegen. Dann können die Bäder auch nacheinander erneuert werden, ohne dass ein fertiges Bad später wieder geöffnet werden muss.
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