Altbauwohnung im Umbau: geschlitzte Wand mit neu verlegten Leerrohren und Unterputzdosen, davor Baustrahler und Wasserwaage

Elektro · Elektrik erneuern

Elektroinstallation erneuern in Berlin – von der Verteilung bis zur letzten Dose

Wird die Elektrik einer Wohnung oder eines Hauses erneuert, entsteht die Anlage praktisch neu: neue Leitungen, neue Dosen, eine neue Verteilung und eine sinnvolle Aufteilung der Stromkreise. Die Arbeit fällt am besten in eine Phase, in der Wände und Böden ohnehin geöffnet werden.

Beispielhafte Darstellung – kein Referenzprojekt.

  • Ein fester Ansprechpartner
  • Eine zentrale Anfrage
  • Gewerke koordiniert
  • In Berlin

Wann eine komplette Erneuerung naheliegt

  • Leitungen ohne Schutzleiter

    Zweiadrige Leitungen bieten keinen getrennten Schutzleiter. Neue Stromkreise lassen sich an ein solches Netz nicht nach heutigem Stand anbinden.

  • Verteilung am Ende ihrer Möglichkeiten

    Schraubsicherungen, kein Platz für Fehlerstromschutz und zu wenige Stromkreise für Küche, Bad und Waschmaschine sind ein typisches Bild.

  • Grundriss wird verändert

    Werden Wände versetzt oder Räume neu genutzt, passen die alten Leitungswege meist nicht mehr zum neuen Zuschnitt.

  • Wohnung vor dem Einzug entkernt

    Wenn Putz, Böden und Bad ohnehin erneuert werden, ist der Mehraufwand für eine vollständige Neuinstallation vergleichsweise gering.

Was dazugehören kann

Zu einer vollständigen Erneuerung gehören mehr Bestandteile als neue Kabel in der Wand.

  • RückbauAlte Leitungen stilllegen oder entfernen
  • Leitungen und DosenNeue Wege nach Raum- und Möblierungsplan
  • UnterverteilungSchutzschalter, Fehlerstromschutz, Platzreserve
  • StromkreisaufteilungRäume und Großgeräte sinnvoll getrennt
  • PotentialausgleichSchutzpotentialausgleich prüfen und herstellen
  • FeininstallationSchalter, Steckdosen, Auslässe nach dem Anstrich
  • Messung und ProtokollErstprüfung vor der Inbetriebnahme

Fachwissen

Worauf es bei der Neuinstallation ankommt

Eine neue Anlage soll viele Jahre funktionieren. Entscheidend sind deshalb Aufteilung, Reserve und Dokumentation, nicht nur die Zahl der Steckdosen.

  • Stromkreise nach Nutzung aufteilen

    Früher hingen oft mehrere Räume an einer einzigen Sicherung. Heute werden Stromkreise so aufgeteilt, dass ein Fehler nicht die halbe Wohnung abschaltet und Großgeräte ihre eigenen Kreise erhalten. Üblich ist eine Trennung nach Räumen sowie nach Licht und Steckdosen. Wie fein die Aufteilung ausfällt, hängt von Größe und Ausstattung der Wohnung ab.

  • Schutzpotentialausgleich

    Metallene Leitungen wie Wasser- und Heizungsrohre werden über den Schutzpotentialausgleich mit der Haupterdungsschiene verbunden. Bei älteren Gebäuden fehlt diese Verbindung mitunter oder wurde bei früheren Umbauten unterbrochen, etwa wenn Metallrohre durch Kunststoff ersetzt wurden. Im Zuge der Erneuerung wird geprüft, welche Teile einzubinden sind.

  • Reserve einplanen

    Eine Verteilung, die am ersten Tag voll belegt ist, lässt keinen Spielraum für spätere Wünsche. Freie Plätze in der Verteilung und Leerrohre zu wichtigen Stellen erlauben Erweiterungen, ohne erneut Wände zu öffnen. Das betrifft etwa Netzwerk, Außenbeleuchtung oder zusätzliche Geräte.

  • Messung und Dokumentation am Ende

    Vor der Inbetriebnahme ist eine neue oder geänderte Anlage zu prüfen (Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600); was dabei im Einzelnen besichtigt, gemessen und erprobt wird, legt die ausführende Elektrofachkraft fest. Ein Prüfprotokoll und eine beschriftete Stromkreisliste gehören zu den Unterlagen, die nach dem Projekt übergeben werden sollten.

Schritt für Schritt

Wie eine Neuinstallation in den Ausbau eingebunden wird

Die Erneuerung verteilt sich auf mehrere Zeitpunkte im Bauablauf, zwischen denen andere Gewerke arbeiten.

Ablauf im Detail
  1. 01

    Bestand und Bedarf klären

    Verteilung, Zuleitung und vorhandene Leitungen werden aufgenommen; parallel entsteht ein Plan der Anschlusspunkte je Raum.

  2. 02

    Rohinstallation

    Leitungen, Dosen und Leerrohre werden verlegt, solange Wände und Decken offen sind. Die Lage wird vor dem Schließen dokumentiert.

  3. 03

    Flächen schließen

    Putz, Trockenbau, Estrich, Fliesen und Anstrich folgen; die Elektrik bleibt in dieser Zeit ohne Abdeckungen.

  4. 04

    Feininstallation und Prüfung

    Schalter, Steckdosen und Leuchtenanschlüsse werden gesetzt, die Anlage gemessen und das Protokoll erstellt.

Wer Elektroarbeiten ausführen darf

Die elektrische Anlage hinter der Hausanschlusssicherung – also auch die Installation in Wohnung oder Haus – darf nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) nur ein Unternehmen errichten oder ändern, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Arbeiten am Hausanschluss selbst führt der Netzbetreiber aus. Lassen Sie sich vor der Beauftragung nennen, welcher eingetragene Betrieb die Elektroarbeiten übernimmt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Thema Elektrik erneuern

Nur eingeschränkt. Während der Rohinstallation sind Wände geöffnet, und einzelne Bereiche sind zeitweise ohne Strom. In bewohnten Wohnungen wird deshalb abschnittsweise gearbeitet und eine Baustromversorgung für die genutzten Räume vorgesehen. Wie gut das funktioniert, hängt vom Zuschnitt der Wohnung und vom Umfang der übrigen Arbeiten ab.

Soll die Elektrik Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses erneuert werden?

Nennen Sie uns Baujahr, Wohnfläche, ob die Räume während der Arbeiten bewohnt sind und welche anderen Gewerke geplant sind. Ein Foto des Sicherungskastens hilft bei der Einordnung.

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