Elektrik erneuern · Einfamilienhaus
Elektroinstallation im Einfamilienhaus erneuern in Berlin – vom Keller bis zur Garage
Im Einfamilienhaus reicht die Elektroinstallation vom Hausanschluss im Keller über alle Geschosse bis zu Garage, Terrasse und Garten. Wer sie erneuert, entscheidet zugleich über die Verteilung im ganzen Haus und über Wege, die später nur schwer zu ändern sind.
Hausanschluss und Zählerplatz
Der Hausanschlusskasten und der Zähler gehören zum Netz des Netzbetreibers bzw. zum Messstellenbetreiber. Ein alter Zählerschrank entspricht oft nicht mehr den technischen Anschlussbedingungen, etwa weil Platz für heutige Zähler oder Schutzeinrichtungen fehlt. Wird er erneuert oder erweitert, ist die Änderung beim Netzbetreiber anzumelden; ausführen dürfen die Arbeiten nur Fachbetriebe, die im Verzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen sind. Änderungen am Zählerplatz gehören nicht zum hier beschriebenen Leistungsumfang. Weil der Netzbetreiber dafür eigene Termine vergibt, gehört dieser Punkt an den Anfang der Planung.
Eine Verteilung oder eine je Geschoss?
In älteren Häusern sitzt oft eine einzige Sicherungsdose im Keller oder Flur, von der aus alle Räume versorgt werden. Bei einer Erneuerung kann jedes Geschoss eine eigene Unterverteilung erhalten, die über eine kräftige Zuleitung vom Zählerplatz versorgt wird. Das verkürzt die Leitungswege, macht Stromkreise übersichtlicher und erleichtert spätere Erweiterungen. Wo die Verteilungen Platz finden und wie tief die Wand dafür sein muss, wird mit dem Grundriss geklärt.
Leitungswege über mehrere Geschosse
Zwischen Keller, Erdgeschoss und Dachgeschoss braucht es senkrechte Wege für Zuleitungen, Netzwerk und Klingel. Bewährt hat sich ein Schacht oder ein Bündel Leerrohre, das an einer Stelle alle Ebenen verbindet. Ohne diesen Weg werden Leitungen oft quer durch Wohnräume gezogen und Decken an mehreren Stellen durchbohrt. Durchführungen durch Decken, etwa zwischen Keller und Wohnräumen, werden dabei fachgerecht wieder verschlossen.
Garage, Terrasse und Außenbereich
Außensteckdosen, Wegbeleuchtung, Garagentorantrieb oder eine Gartenpumpe brauchen eigene, geschützte Stromkreise. Leitungen im Erdreich werden in passender Tiefe und mit Schutz verlegt, Steckdosen und Leuchten im Freien brauchen eine geeignete Schutzart gegen Wasser und Staub. Für eine freistehende Garage kann eine eigene kleine Verteilung sinnvoll sein. Ein Leerrohr mit ausreichendem Querschnitt lässt Spielraum für spätere Nutzungen, ohne den Garten erneut aufzugraben.
Wer Elektroarbeiten ausführen darf
Die elektrische Anlage hinter der Hausanschlusssicherung – also auch die Installation in Wohnung oder Haus – darf nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) nur ein Unternehmen errichten oder ändern, das im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Arbeiten am Hausanschluss selbst führt der Netzbetreiber aus. Lassen Sie sich vor der Beauftragung nennen, welcher eingetragene Betrieb die Elektroarbeiten übernimmt.
Häufige Fragen
Häufige Fragen: Elektrik erneuern im Einfamilienhaus
Nicht in jedem Fall. Wird der Zählerplatz jedoch geändert oder erweitert, gelten die aktuellen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers. Ob der vorhandene Schrank sie erfüllt, prüft ein Fachbetrieb, der im Verzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
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