Bad & Sanitär · Badplanung

Badplanung in Berlin – bevor die erste Wand geöffnet wird

Im Bad lässt sich kaum etwas nachträglich verschieben, ohne neue Fliesen zu opfern. Die Planung legt deshalb vor dem Rückbau fest, was wo sitzt, wie tief die Vorwand wird und welche Objekte eingebaut werden.

  • Ein fester Ansprechpartner
  • Eine zentrale Anfrage
  • Gewerke koordiniert
  • In Berlin

Wann eine eigene Badplanung sinnvoll ist

  • Grundriss des Bads soll sich ändern

    WC, Dusche oder Waschtisch sollen an eine andere Stelle; dann ist zu prüfen, ob die Anschlüsse das zulassen.

  • Mehrere Wünsche auf wenig Fläche

    Dusche, Wanne, Doppelwaschtisch und Stauraum sollen in einen Raum, der dafür knapp bemessen ist.

  • Bad als Teil einer größeren Sanierung

    Die Badplanung muss mit Elektro, Heizung und Boden der übrigen Wohnung zusammenpassen.

Was dazugehören kann

Die Badplanung übersetzt Wünsche in Maße und Anschlusspunkte, an denen sich alle Gewerke orientieren.

  • AufmaßRaummaße, Höhen, Türen, Fenster
  • Anordnung der ObjekteAbstände und Bewegungsflächen
  • Fallstrang und AnschlüsseLage, Höhe, mögliche Leitungswege
  • VorwandtiefeAbhängig von WC und Leitungen
  • Licht und ElektroPositionen und Schutzbereiche
  • BemusterungObjekte, Fliesen, Lieferzeiten

Fachwissen

Was eine Badplanung klären muss

Eine gute Badplanung beantwortet technische Fragen, bevor sie auf der Baustelle zum Problem werden.

  • Abstände und Bewegungsflächen

    Vor WC, Waschtisch und Dusche braucht es freie Fläche, damit man sich bücken, abtrocknen und die Tür öffnen kann. Planungsrichtwerte nennen dafür Mindestmaße, die in kleinen Altbaubädern oft nur knapp erreichbar sind. Auch seitliche Abstände zwischen WC und Wand oder Waschtisch spielen eine Rolle. Ein maßstäblicher Grundriss zeigt schnell, welche Anordnung tatsächlich funktioniert.

  • Fallstrang und Anschlusshöhen

    Der Fallstrang ist der festeste Punkt im Bad. Je weiter ein WC von ihm entfernt steht, desto länger wird die Anschlussleitung und desto mehr Höhe braucht sie im Boden oder in der Vorwand. Bei Dusche und Waschtisch sind die Leitungen dünner, benötigen aber ebenfalls Gefälle. Die Lage des Strangs gehört deshalb zu den ersten Punkten eines Aufmaßes.

  • Vorwandtiefe und Einbauten

    Eine Vorwand nimmt WC-Element, Spülkasten und Leitungen auf und kostet Raumtiefe. Wie tief sie wird, hängt vom System und vom Abwasseranschluss ab. Nischen, Spiegelschränke oder Ablagen lassen sich nur einplanen, solange die Vorwand noch offen ist. Auch Befestigungspunkte für spätere Einbauten sollten dann bereits feststehen.

  • Licht und elektrische Schutzbereiche

    Rund um Dusche und Wanne gelten nach DIN VDE 0100-701 Schutzbereiche, in denen Leuchten, Schalter und Steckdosen nur eingeschränkt zulässig sind. Die Lage der Dusche bestimmt also mit, wo Spiegellicht und Steckdosen sitzen dürfen. Wie diese Arbeiten eingeordnet werden, beschreibt die Seite zu den Elektroarbeiten.

  • Bemusterung und Lieferzeiten

    Unterputzkörper, Ablaufsysteme und Vorwandelemente werden auf bestimmte Objekte eingestellt. Stehen diese Objekte zu Beginn der Rohinstallation nicht fest, fehlen die Maße. Manche Armaturen, Fliesen oder Glasabtrennungen haben längere Lieferzeiten, die den Ablauf mitbestimmen.

Schritt für Schritt

Von der Idee zum belastbaren Plan

Die Planung arbeitet sich vom festen Bestand zu den frei wählbaren Details vor.

Ablauf im Detail
  1. 01

    Bestand aufnehmen

    Raummaße, Fallstrang, vorhandene Leitungen, Lüftung und Heizkörper werden erfasst.

  2. 02

    Anordnung durchspielen

    Varianten für die Lage von WC, Dusche und Waschtisch werden gegen die Anschlüsse geprüft.

  3. 03

    Objekte festlegen

    Die Bemusterung liefert die Maße, auf die Vorwand und Anschlüsse eingestellt werden.

  4. 04

    Übergabe an die Gewerke

    Anschlusspunkte, Elektropositionen und Fliesenaufteilung werden als gemeinsame Grundlage festgehalten.

Wer Sanitärarbeiten ausführen darf

Die Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler darf nach § 12 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) nur ein Unternehmen errichten oder wesentlich verändern, das im Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen ist; Installateur und Heizungsbauer ist zudem ein zulassungspflichtiges Handwerk. Lassen Sie sich vor der Beauftragung nennen, welcher eingetragene Betrieb die Arbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen übernimmt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zum Thema Badplanung

Das hängt vom Weg zum Fallstrang ab. Liegt die neue Position zu weit entfernt, reicht die Höhe für das nötige Gefälle der Abwasserleitung oft nicht aus. Eine Prüfung der Anschlüsse vor Ort klärt, welche Positionen realistisch sind.

Sie möchten Ihr Bad neu aufteilen?

Nennen Sie uns die Maße, die Lage von Tür und Fenster und was im neuen Bad Platz finden soll. Eine Skizze des Grundrisses hilft bei der Einordnung.

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