Badsanierung · Plattenbauwohnung

Bad in der Plattenbauwohnung sanieren in Berlin – Badzelle, Schacht und knappe Höhen

In vielen Plattenbauten wurde das Bad als vorgefertigte Zelle eingesetzt, direkt neben einem Installationsschacht, in dem die Leitungen des ganzen Hauses laufen. Daraus ergeben sich enge Grenzen für Raumgröße, Bodenaufbau und Anschlüsse – aber auch klare Anhaltspunkte für die Planung.

Zeichnung eines Wohnblocks in Plattenbauweise

Die Badzelle als Ausgangspunkt

Je nach Bauserie besteht die Zelle aus dünnen Beton- oder Gipsbetonwänden, die als Einheit mit Boden und teils mit Decke geliefert wurden. Die Wände sind glatt, aber dünn, sodass schwere Hängeobjekte und tiefe Schlitze nicht ohne Weiteres möglich sind. Häufig wurden die Wände früher nur gestrichen oder mit Kunststoffplatten verkleidet. Wie tragfähig und eben der Untergrund für Abdichtung und Fliesen ist, wird deshalb vor der Materialwahl geprüft.

Zelle erhalten oder zurückbauen?

Ein Rückbau der Zelle schafft oft einige Zentimeter mehr Raum und einen neuen, ebenen Aufbau. Er kommt aber nur infrage, wenn vorher geklärt ist, dass die Zellenwände keine aussteifende oder tragende Funktion haben, welche Leitungen darin liegen und ob Materialien mit Schadstoffverdacht verbaut sind. Diese Prüfung gehört vor jede Entscheidung. In vielen Fällen ist es wirtschaftlich und technisch sinnvoller, die Zelle zu erhalten, zu ertüchtigen und mit Vorwand und Abdichtung neu aufzubauen.

Installationsschacht und Hausleitungen

Im Schacht hinter der Badwand laufen Trinkwasser, Abwasser und oft die Abluft für mehrere Etagen. Die Steigleitungen gehören in der Regel nicht zur einzelnen Wohnung. Wer den Schacht öffnet oder an den Strang anschließt, stimmt das vorher mit Vermieter, Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft ab – auch, weil für Arbeiten an den Steigleitungen oft das Wasser im ganzen Strang abgestellt werden muss. Ist der Schacht mit Revisionsöffnungen versehen, bleiben sie nach der Sanierung zugänglich.

Wenig Spielraum in der Höhe

Der Boden der Zelle liegt meist nur wenig über der Rohdecke, und zur Flurseite schließt eine niedrige Schwelle an. Ein zusätzlicher Estrich mit Gefälle für eine bodengleiche Dusche lässt sich deshalb selten unterbringen, ohne dass eine Stufe entsteht. Ins Beton-Fertigteil darunter darf nicht einfach gestemmt werden. Oft ist eine flache Duschwanne oder ein Wandablauf in der Vorwand die realistischere Wahl.

Abluft und Lüftung

Viele Plattenbaubäder haben kein Fenster und werden über einen gemeinsamen Abluftschacht entlüftet. Ventile und Lüfter an diesem System dürfen nicht beliebig getauscht werden, weil sie die Lüftung anderer Wohnungen beeinflussen. Ob ein eigener Lüfter zulässig ist und welches Gerät passt, wird mit der Hausverwaltung geklärt.

Wer Sanitärarbeiten ausführen darf

Die Trinkwasserinstallation hinter dem Wasserzähler darf nach § 12 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) nur ein Unternehmen errichten oder wesentlich verändern, das im Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen ist; Installateur und Heizungsbauer ist zudem ein zulassungspflichtiges Handwerk. Lassen Sie sich vor der Beauftragung nennen, welcher eingetragene Betrieb die Arbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen übernimmt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Badsanierung in der Plattenbauwohnung

Nicht ohne vorherige Prüfung. Zu klären ist, ob die Zellenwände statisch mitwirken, welche Leitungen darin verlaufen und ob Materialien untersucht werden müssen. In einer Mietwohnung oder Eigentumswohnung kommt die Zustimmung von Vermieter bzw. Eigentümergemeinschaft hinzu.

Badsanierung in der Plattenbauwohnung geplant?

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